Ladeinfrastruktur in den Gemeinden

Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur (LIS) für Elektrofahrzeuge ist vor dem Hintergrund des rasantes Marktwachstums und der ökologischen Notwendigkeit von Elektrofahrzeugen als grundlegende Säule der Elektromobilität unabdingbar.

Die gegenwärtige LIS – Situation im Landkreis Heilbronn bietet eine gute Ausgangsbasis für eine strukturierte und somit effiziente Vorgehensweise bei der bevorstehenden Umsetzung eines Elektromobilitätskonzeptes. Insgesamt wurden im Landkreis bereits an über vierzig Standorten öffentlich und teilöffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet. Somit konnten hierbei erste Erfahrungen mit Einzellösungen für die LIS gesammelt werden.

Während es in den vergangenen Jahren vorrangig darum gehen musste, überhaupt Ladepunkte zur Verfügung zu stellen und es kaum möglich war, eine einheitliche Zugangs- und Abrechnungsplattform zu wählen, zeigt sich nun, dass nicht alle Ladesäulen über das gleiche Zugangssystem verfügen.

Konsequenz hieraus ist die Notwendigkeit von Roaming- und Clearing-Anbietern, die übergeordnet die Abrechnung bei unterschiedlichen Zugangsplattformen entgeltlich gewährleisten. Dies ist teils mit erheblichen Mehrkosten für die Endkunden (Elektromobilisten) verbunden. Nachfolgende Grafik verdeutlicht exemplarisch die Komplexität der Anbieter, die bereits regional ineinander übergehen und verschwimmen.

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Interoperabilität als Erfolgsrezept für den Massenmarkt

Ein wichtiger Erfolgsfaktor in dem noch sehr jungen Umfeld der Elektromobilität ist die Interoperabilität. Hierunter wird die Fähigkeit von heterogenen Systemkomponenten, Technologien und Organisationen verstanden, zusammenzuarbeiten und über vordefinierte Schnittstellen miteinander zu kommunizieren, also Informationen auszutauschen.

Hierzu gibt es weltweit eine Vielzahl an Standardisierungen, die beispielsweise den Anschluss der Ladestation an das Elektrofahrzeug oder die Kommunikation von der Ladestation zu einem Abrechnungs-Backend betreffen. Vor allem im Bereich der Abrechnung wird zukünftig eine Homogenisierung der Services immer wichtiger, um letztendlich dem Kunden und Nutzer der Dienstleistungen einen möglichst einfachen Zugriff zu gewährleisten. Dies ist grundlegend für die Überwindung von Vorbehalten in der Bevölkerung gegenüber der Elektromobilität.

Zu der reinen Dienstleistung im Rahmen des Ladevorgangs stellt die Modularität und flexible Erweiterbarkeit der öffentlichen LIS neue Herausforderungen im Bereich Anschlussleistung und Lastmanagement am jeweiligen Netzknoten. Ladeparks, wie sie beispielsweise in Parkhäusern umgesetzt werden, erfordern hierfür ein intelligentes Energiemanagementsystem, was automatisiert die Lastverteilung bei einer Vielzahl von ladenden Fahrzeugen übernimmt.

Ohne diese offenen Schnittstellen und interoperablen Systemumgebungen kann es sehr schnell passieren, dass Einbahnstraßen mit Produkten und Dienstleistern eingeschlagen werden, die sich bei Änderung zukünftiger Anforderungen nur mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand korrigieren lassen.

Um frühzeitig nachhaltige Lösungen zu schaffen, erarbeiten wir mit Netzbetreibern und Kommunen Konzepte, um offene und herstellerunabhängige Technologien in das Roll-out der LIS zu bringen.

Konzeptarbeit für Netzbetreiber und Gemeinden

Wir bieten an, die zuvor aufgeführten Herausforderungen im Rahmen einer Konzeptionierung transparent aufzuarbeiten. Unser Angebot beinhaltet hierfür mehrere Bausteine des Vorgehens, wie im Folgenden dargestellt:

Aufnahme der IST-Situation

Detaillierte Erfassung der Ist-Situation in den Gemeinden und zur Erlangung eines ersten Eindrucks der örtlichen Gegebenheiten. Aufzeigen der Grenzen der bereits eingesetzten LIS-Technologien.

Technologiedarstellung

Beinhaltet die transparente Aufarbeitung unterschiedlicher Ladetechnologien mit einer Technologieempfehlung für die Anwendung in der Ladeinfrastruktur in den Gemeinden Wüstenrot und Mainhardt, sowie die Möglichkeit, diese Technologien über die Gemeinden hinaus im Landkreis und überregional auszurollen. Bestandteil dieser Technologien ist die Aufarbeitung der Möglichkeiten für Abrechnungssysteme und Nutzerschnittstellen.

Definition möglicher AC-Ladepunkte

Erarbeiten eines Grobkonzepts zur schnellen Etablierung einer ersten Charge von AC-Ladepunkten. Somit wird sichergestellt, dass bei geringen Investitionskosten eine schnelle, sichtbare und funktionsfähige, für alle Fahrzeuge kompatible Ladelösung geschaffen wird.

Im Rahmen des Konzepts werden Methoden und Bausteine aufgezeigt, welche zur effizienten und zielgerichteten Verdichtung der bereits installierten Ladepunkte dient. Insbesondere die Einbringungsmöglichkeit von Einwohnern, Gewerbetreibenden und dritter Interessenvertreter soll zu einer erhöhten Akzeptanz und Effizienz beitragen.

  • lokales Lastmanagement

Ausarbeiten von Lösungen für ein lokales Lastmanagement im Einsatz bei Ladeparks, um kritische Netzknoten bei dem Betrieb von einer Vielzahl von Ladestation zu entlasten.

  • weitere Kommunale Beiträge

Flotten und Fuhrparks für lokale mittelständische Unternehmen. Elektrischer Güter- und Wirtschaftsverkehr. Überprüfung einer Elektrifizierung des ÖPNV. Radwege und Fahrradladestationen

  • Fördermöglichkeiten für Ladeinfrastruktur

Darstellen der aktuellen Fördermöglichkeiten im Bereich der Ladeinfrastruktur .